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Cirque du Soleil Setzt auf Schüttgutverarbeitung, um Das Publikum zu Begeistern und die Künstler zu Schützen

LAS VEGAS, NEVADA, USA — Der Cirque du Soleil ist weltweit für seine Theaterkunst und technisch innovativen Inszenierungen berühmt. Die Produktion von KÀ im MGM Grand in Las Vegas verwendet bewegliche Plattformen und Korkgranulat, um eine Strandszene auf dem Sand-kliff-deck zu inszenieren, bei der die Darsteller im künstlichen Sand herumtollen, bis die Plattform langsam nach vorne kippt und der Kork, die Darsteller und die Requisiten von der Bühne scheinbar in den Abgrund gefegt werden. In Wirklichkeit landen die Darsteller und Requisiten in einem Zirkusnetz, durch das die 7079 l Korkgranulat in einen 15,2 m tiefer liegende Behälter rieseln.

Da die Artisten im Kork herumspringen, rutschen und mit dem Gesicht in ihn eintauchen, reinigt und konditioniert Cirque du Soleil ihn vor jedem Einsatz. „Wir tun alles in unserer Macht, um die Sicherheit unserer Akrobaten zu gewährleisten“, sagt Aaron Bush, der tagsüber als leitender Tischler bei KÀ tätig ist.

Um diese verblüffenden visuellen Effekte zu erzielen und gleichzeitig die Sicherheit seiner Darsteller zu gewährleisten, musste der Cirque du Soleil sich plötzlich mit der Handhabung von Schüttgut beginnen, einem Fachgebiet, das in der Unterhaltungsindustrie eigentlich nicht vorkommt. Damit sprichwörtlich „die Show weitergehen kann“, mussten große Mengen Kork zuverlässig transportiert und für die Wiederverwendung bei der nächsten Aufführung gereinigt werden. Um diese Vision zu verwirklichen, wandte sich der Cirque du Soleil an die Flexicon Corporation, um technische Unterstützung sowie die notwendige Förderanlage zu erhalten.


Die Reinigung des Korks zwischen den Auftritten

Es werden zwei Chargen Korken benötigt. Bei jeder nächtlichen Aufführung wird eine genutzt. Die Reinigung der Chargen übernimmt ein dreiköpfiges Team: einer in der Grube, ein weiterer an der Korkreinigungsanlage und ein dritter im Sammelbereich eine Etage tiefer.

Aus der Grube wird das Korkgranulat zusammen mit Korkstaub und eventuellen Fremdkörpern pneumatisch in einen großen Schwalltrichter oberhalb der Korkenreinigungsanlage befördert.

Während der Kork per Schwerkraft aus dem oberen Trichter durch ein Fallrohr rutscht, passiert er einen Dauermagneten, der Haarnadeln, Muttern, Schrauben oder andere eisenhaltige Fremdkörper aufhält, die in den Kork gefallen sein könnten.

Das Material fließt dann in den 142-Liter-Schwalltrichter eines 3 m langen flexiblen Flexicon-Schneckenförderers. Dessen lagerlose Schnecke rotiert in einem um 45 Grad geneigten 114-mm-Polymerrohr und dient sowohl zum Anheben des Materials als auch zur volumetrischen Zuführung in einen Vibrations-Sortierer und -Trenner. Die dem Abscheider zugeführte kontinuierliche Materialmenge kann durch stufenlose Einstellung der Förderschneckendrehzahl feinjustiert werden.

Während die Partikel über das perforierte Deck des Abscheiders vibrieren, rieseln die mit der richtigen Größe durch die Perforationen und durch ein flexibles Fallrohr mit einem Durchmesser von 152 mm auf die darunter liegende Etage, wo mehrere Düsen sie mit destilliertem Wasser befeuchten. „Wenn der Kork zu trocken ist, wird er richtig staubig und kann einen Schmierfilm auf dem Deck hinterlassen“, sagt Bush. „Das würde zu einer Gefahr für unsere Darsteller, und wir wollen nicht, dass die Leute staubige Luft einatmen.“ So werden Proben genommen und mit einem Kornhygrometer überprüft, und manchmal wird ein Bleichdesinfektionsmittel angewendet, um Schimmel zu vermeiden. „Wir halten den Kork vorzugsweise auf 68 bis 72 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit“, sagt Bush.

Übergroße Fremdkörper passieren das perforierte Deck des Abscheiders nicht und werden über ein Fallrohr in einen Auffangbehälter abgeleitet.

Der Korkstaub wird von den Partikeln der richtigen Größe durch einen aufwärts strömenden Luftstrom getrennt. Dieser Luftstrom wird von einem Gebläse unter dem perforierten Deck erzeugt und geht über dem Deck durch den Abscheider eines Flexicon-Filterauffangbehälters. Der sich auf den Filterflächen angesammelte Korkstaub wird periodisch durch kurze Druckluftstöße abgelöst und sammelt sich im unteren Teil des zylindrischen Staub Abscheider Gehäuses. Mit einem manuellen 200-mm-Schieber am Auslass kann dieses Gehäuse entleert werden.

Der so gereinigte und aufbereitete Kork wird in sechs mobilen Behältern aufbewahrt, die für die beiden nächtlichen Aufführungen auf das Sandklippendeck entleert werden.

Die Maschine wird nach jedem Gebrauch inspiziert und gereinigt, und das gesamte System wird jährlich demontiert und gereinigt. Die sieben Filterbeutel des Filter-Empfängers werden über Stahlkäfige gezogen und können so leicht entfernt werden. Bei Bedarf werden die Filterbeutel einfach in einer Waschmaschine gewaschen.

Der Flexicon-Schneckenförderer erfordert nur minimale Wartung. Die häufigste Aufgabe ist das Entfernen von Schnurresten, Haaren und anderen Fasern, sagt Bush, „die sich manchmal dort verheddern, wo die rotierende Schnecke an der Welle des Antriebsmotors befestigt ist. Die schneiden wir dann einfach mit Rasiermessern weg.“ Da dieser Bereich des Förderers ein Sichtfenster hat, ist es einfach, solche Verwicklungen zu erkennen.

„Das System arbeitet genauso wie es konzipiert wurde. Damit können wir gut 80 Prozent des Korks rezyklieren. Abgesehen von der Standardwartung müssen wir nichts tun.“

Und der gereinigte und konditionierte Kork-Sand“ ist dann bereit für den nächsten Auftritt.

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Bei der Produktion von KÀ des Cirque du Soleil im MGM Grand in Las Vegas wird ein Korkreinigungssystem eingesetzt, das Staub, unter- und übergroße Partikel sowie eisenhaltige Verunreinigungen entfernt. Der Kork-„Sand“ fließt von der Bühne in den Keller, von wo er pneumatisch in einen Trichter befördert wird, der sich per Schwerkraft in einen flexiblen Flexicon-Schneckenförderer entleert, der seinerseits den Kork mit kontrollierter Geschwindigkeit in einen Vibrationsabscheider befördert.
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Eine, in einem geschlossenen Rohr rotierende wellenlose Schnecke fördert das Material in die Höhe und führt es staubfrei dem Schwingungsabscheider zu. Der Schneckenantrieb sitzt höher als die Austragsstelle, wodurch ein Materialkontakt mit Lagern oder Schmiermitteln vermieden wird.
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Und der gereinigte und konditionierte „Kork-Sand“ ist dann bereit für den nächsten Auftritt.
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Die KÀ-Strandszene des Cirque du Soleil spielt sich auf künstlichem Sand aus Korkgranulat ab, der für jede Vorstellung automatisch gereinigt, aufbereitet und wiederverwendet wird.
HH-0392