Automatische Pulverentleerung halbiert die Dosierzeit

ELVERSON, PA, USA — Bei der Herstellung von Epoxidharz-Mastix verkürzte Polymeric Systems, Inc. die Dosierzeit von 3 auf 1,5 Stunden, indem das Unternehmen vom manuellen Abkippen von 28-kg-Säcken trockenen anorganischen Pulvers auf eine automatisierte Wiegedosierung direkt aus Big-Bags umstellte. Das neue System hält Staub zurück und reduziert das Verletzungsrisiko beim manuellen Heben und Entleeren von Säcken.

Bediener kippten zuvor das Trockenpulver aus 28-kg-Säcken mit bis zu 32 Säcken pro Charge in einen 950-Liter- oder in je einen von zwei 380-Liter-Kneter und -Extruder. Heute sind es drei Big-Bag-Austragesysteme von Flexicon, die jeweils mit einem Aufnahmetrichter mit einem Fassungsvermögen von 226 Litern und einem flexiblen Schneckenförderer mit einem Durchmesser von 11,4 cm und einer Länge von 3 - 4,5 m ausgestattet sind, die das Material in vorgewählten Chargengewichten unter Gewichtsverlustkontrolle zu einem von drei Knetern und Extrudern fördern.


Chargengewichte und Rezepte in 60 Sekunden programmiert

Da die Sackgewichte um bis zu 2,25 kg schwankten, mussten die Arbeiter jeden Sack wiegen und ihre Anzahl an die Schwankungen anpassen. Jetzt erfordert die Anpassung einer Batch-Verwiegung oder die Auswahl einer der neun Epoxid-Mastix-Mischrezepte von Polymeric nur noch ca. eine Minute dauernde Eingabe an der Steuertafel. Der Bediener wird für andere Aufgaben freigestellt und ist nicht mehr an den Dosierprozess gefesselt. Die einzige manuelle Aufgabe besteht noch darin, kleine Mengen kleinvolumiger Füllstoffe aus 28-kg-Säcken in den Trichter zu geben, der dazu mit einer Sackauflage und einem Klappdeckel ausgestattet ist.


Wiege-Dosiersystem mit einer Genauigkeit von ± 0,12 %

Eine Eingabe an der Steuertafel leitet das Austragen des Schüttguts und das Fördern von Talkum in genau abgewogenen Chargen zum Kneter und Extruder ein. Während sich ein Big-Bag entleert, übertragen WägeZell unter dem Entladerahmen Gewichtsverlustsignale an die Steuerung, die den Förderer kurz vor Erreichen des Chargengewichts auf Rieselgeschwindigkeit herunterregelt und dann komplett stoppt, wenn das genaue Dosiergewicht entladen ist. Chargen zwischen 180 und 720 kg werden so auf bis zu 0,9 kg Genauigkeit dosiert.


Durchflussförderer bringen hartnäckiges Pulver auf Trab

In den Rahmen der Big-Bag-Austrageeinheit integrierte Strömungsförderer fördern einen kontinuierlichen Materialfluss in und durch den Big-Bag Stutzen. Ein auf einem TELE-TUBE™-Teleskoprohr montierter manueller SPOUT-LOCK™-Klemmring* schafft eine hermetische Verbindung zwischen der Reinseite des Big-Bag Auslaufs und der Reinseite des Teleskoprohrs. Während der Big-Bag leerer und länger wird, hält das Teleskoprohr den Auslauf jederzeit straff, indem es eine konstante Spannung nach unten aufrechterhält und verhindert, dass überschüssiges Auslaufmaterial ihn nach außen wölbt und Materialtaschen bildet oder nach innen fällt und den Durchfluss einschränkt.

In bestimmten Zeitabständen heben und senken FLOW-FLEXER™-Sack-Walkeinrichtungen die gegenüberliegenden Big-Bag-Unterkanten und unterstützen dadurch den Materialfluss in den Big-Bag Stutzen. Entleert sich der Big-Bag, verlängert sich der Hub der Big-Bag-Walkeinrichtungen und die Unterseite des Big-Bags wird zur besseren Entleerung zu einer steilen V-Form angehoben.

Ein pneumatischer Turbinenrüttler im Trichter fördert den Pulverfluss in den Beschickungsadapter des flexiblen Schneckenförderers.

Ein pneumatisch gesteuertes POWER-CINCHER™-Durchflussregelventil* mit einer Reihe beweglicher, gebogener Edelstahlrundstäbe schnürt den Big-Bag Stutzen konzentrisch ab, so dass er horizontal einfach auslaufsicher zugebunden werden kann, während ein vertikales Zickzackmuster ein Auslaufen auch feinsten Pulvers wirksam verhindert.


Staubdichtes System vermeidet Kontamination

Das trockene anorganische Pulver bleibt vollständig eingeschlossen, während es sich durch das geschlossene System miteinander verbundener Geräte bewegt, das aus der Big-Bag-Austrageeinheit, dem Trichter, dem flexiblen Schneckenförderer und dem Kneter-Extruder besteht. So wird jegliche Kontamination des Produkts und der Anlagenumgebung verhindert. Die frühere offene Sackentleerung erzeugte Staub und sorgte dafür, dass Sackreste in die Chargen eindringen.

Die flexiblen Schneckenförderer bestehen aus einem robusten Kunststoff-Außenrohr, das eine Förderspirale vom Typ 1450 umschließt, die speziell für die Beförderung des leicht durchlüftbaren anorganischen Pulvers entwickelt wurde. Die Flexicon-Anwendungstechniker statteten die Anlage daher mit mehreren Konstruktionselementen aus, die speziell auf die Herausforderungen beim Umgang mit diesem Pulver abgestimmt sind.

John Kimmich, Betriebsleiter, wurde auf einer Messe mit der Ausrüstung vertraut gemacht und besuchte das Flexicon-Testlabor in Bethlehem, PA, wo die Anlage von Polymeric Systems in voller Größe simuliert und mit dem tatsächlichen Material des Unternehmens betrieben wurde, um die Systemeignung vor der Fertigung zu verifizieren.

Kimmich sagt: „Mit diesem System können wir schnell auf andere Produkte umsteigen und die Bedürfnisse der Kunden in den Bereichen OEM, Do-It-Yourself und Einzelhandel erfüllen." Er erwartet, dass sich das System in weniger als zwei Jahren durch die verringerten Personalkosten und die Produktivitätssteigerungen auszahlen wird.


* Patentiert oder zum Patent angemeldet.

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Eines von drei Big-Bag-Chargenaustragesystemen von Flexicon mit 226-Liter-Aufnahmetrichtern und flexiblen Schneckenförderern mit 114 mm Durchmesser, entleert Pulver aus 1135-kg-Big-Bags und transportiert es unter Gewichtsverlustkontrolle zu einem von drei Knetern und Extrudern. Eine Sackauflage und eine klappbare Trichterabdeckung ermöglichen die manuelle Zugabe kleinerer Zutaten.
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