Diese Geschichte ist in den folgenden Publikationen erschienen:

Mehrere Förderer und eine Schüttgut-Handling-Einheit verbessern die Sicherheit und Verarbeitung von Düngemitteln

KING'S LYNN, GROSSBRITANNIEN — Omex Agrifluids Ltd. produziert spezielle Emulsionsdünger für den weltweiten Einsatz. Die innovativen Produkte des Unternehmens basieren auf Rezepturen, bei denen Nitrate, Kali, Salz und Spurenelemente mit flüssigen Verbindungen vermischt werden, um eine Reihe von Blattnährstoffen, Pflanzenschutzmitteln und Biostimulatoren herzustellen.

In seinem Werk in King's Lynn produziert Omex Düngemittel. Der ursprüngliche Prozess war sehr arbeitsintensiv. Er begann mit einem Gabelstaplerfahrer, der Paletten mit 25-kg-Chemikaliensäcken auf ein 3 m hohes Zwischengeschoss über einen 5 Tonnen fassenden Mischer beförderte. Ein Arbeiter auf dem Zwischengeschoss hob die Säcke von den Paletten auf, schnitt sie auf und entleerte sie in den mit flüssigen Verbindungen gefüllten Mischer. Dies geschah in der Regel zweimal täglich. Der Arbeiter auf dem Zwischengeschoss bewegte, öffnete und entleerte bis zu 280 Säcke, was 7000 kg Chemikalien entsprach. Insgesamt wurden täglich 10 Tonnen Düngemittel produziert.

Der Vorgang rief außerdem Bedenken hinsichtlich der Sicherheit und Prozessqualität auf. Es bestand die Gefahr, dass Arbeiter durch die Handhabung so vieler Säcke verletzt wurden. Staubemissionen aus den Chemikalien waren eine potenzielle Gefahr. Die manuelle Entleerung der Big-Bag in den Mischer war ineffizient und verlangsamte den Mischvorgang. Omex entschied sich für eine Modernisierung seines Material-Handling und wandte sich an den Spezialisten für Trockenschüttgut, Flexicon.


Schneckenförderer hält die Handhabung der Big-Bag auf Bodenhöhe

Der erste Schritt von Flexicon bestand darin, ein Schneckenfördersystem zu entwerfen und zu installieren, das das Handhaben von Material auf der Zwischenebene überflüssig machte. Obwohl die Säcke weiterhin manuell geöffnet und in einen Trichter entleert werden mussten, konnte auf ebener Erde gearbeitet werden, wobei der Förderer die Materialflussrate steuerte. Das Flexicon-System umfasste auch eine von Omex entwickelte und über dem Trichter installierte Staubabsaugung, um die Gefahr des Einatmens von Partikeln in der Luft zu minimieren.

Zu den Komponenten des Systems gehören: ein 4,5 m langer Förderer mit einer flexiblen, selbstzentrierenden Schnecke, die in einem Kunststoffrohr montiert ist; ein Bodentrichter mit fester Sackauflage und Sieb; mechanische Rührwerke, die einen gleichmäßigen Materialfluss durch den Trichter und in den Einlauf des Förderers gewährleisten; ein 2,2 kW starkes Motorgetriebe; und eine Steuertafel.

Der Förderer ist in einem Winkel von 45° nach oben zum Trichter hin montiert. Die Flexicon-Schnecke ist so konzipiert, dass sie Material auf ihren Oberflächen mit einer voreingestellten Geschwindigkeit durch das Förderrohr transportiert. Die Fähigkeit der Schnecke, sich selbst im Rohr zu zentrieren, sorgt für einen großen Abstand zwischen Schnecke und Rohrwand, wodurch Produktschäden vermieden werden. Am Ende des Förderers werden die Chemikalien über einen Übergangsadapter in die Mitte des Mischers geleitet. Da die Chemikalien in den Wirbel der Mischung fallen, ist das Mischen effizienter und zeitsparender.

Das System erwies sich als so erfolgreich, dass Omex einen zweiten Schneckenförderer mit den gleichen Spezifikationen installierte.

Das Unternehmen bekam außerdem bald echten Grund dafür, seine Fördertechnik zu erweitern. Die Gesetzgebung, die den Verkauf bestimmter Chemikalien betrifft, machte die Installation einer Big-Bag-Austrageeinheit zur Pflicht. Der britische Gesetzgeber befürchtete, dass Ammoniumnitrat, ein wichtiger Düngemittelbestandteil, an Einzelpersonen verkauft werden könnte, die es für Sprengstoffe verwenden würden. Ein Gesetz wurde verabschiedet, das den Verkauf dieser Chemikalie auf Massenmengen von 1 oder 1,5 Tonnen beschränkt. Omex wandte sich erneut an Flexicon, um ein System zur Handhabung von Big-Bags in diesen Größen zu bestellen.


Schüttgut-Entleervorrichtung erhöht Produktivität und Wirtschaftlichkeit

Flexicon entsprach dieser Anforderung durch die Installation eines Big-Bag-Austragesystems. Dessen Betrieb ist einfach und sicher. Ein Big-Bag wird an einem geteilten Rahmen befestigt, der dann mit einem Gabelstapler angehoben und in das Austragesystem geladen wird. Wenn der Big-Bag in Position ist, öffnet ein Arbeiter eine Zugangsklappe und führt den Big-Bag Stutzen in die Öffnung der Schacht-Schnittstelle ein. Der Arbeiter löst dann den Auslauf und das Material wird über die Rutsche in einen Trichter ausgetragen.

In bestimmten Zeitabständen heben und senken FLOW-FLEXER™-Sack-Walkeinrichtungen die gegenüberliegenden Big-Bag-Unterseiten und unterstützen dadurch den freien Materialfluss in den Big-Bag Stutzen. Während sich der Big-Bag leert, verlängern die Sack-Walkeinrichtungen ihren Hub und heben die Unterseite des Big-Bags zur vollständigen Entladung zu einer steilen V-Form an. Dies verhindert nicht nur Verschwendung, sondern stellt den Bediener während der Entladung des Big-Bags für andere Aufgaben frei. Ein an der Seite der Rutschenschnittstelle montierter Rüttler hält das Material im Fluss und verhindert das Verklumpen von Chemikalien und das Anhaften in den Winkeln der Rinne.

Omex Agrifluids verbesserte mit dieser Ausrüstung Arbeitssicherheit und Umweltschutz seiner Fabrik, erzielte höhere Prozesseffizienz, bessere Großeinkaufspreise und erfüllte die gesetzlichen Vorschriften.

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Das bei Omex Agrifluids installierte Big-Bag-Austragesystem beinhaltet einen Big-Bag Rahmen (oben links), FLOW-FLEXER™-Platten, eine Trichterrutsche und einen an der Rückseite der Rutsche angeschlagenen Förderer, der das Material zum Mischer transportiert.
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Die Schnittstelle zwischen Auslaufrutsche und seitlichem Rüttler verläuft vom Big-Bag Auslauf bis zum Trichter.
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